Kundenmeinungen zu Astronomik Filter

  • Astronomik Profi UHC 1. Eindruck, Bertold Fuchs, 10.09.2000, aus www.astronomie.de
    "Hallo Nachteulen!
    Das Wetter ist endlich aufgegangen und wenn auch der Mond leuchtet, daß man die Handbücher ohne zusätzliches Lämpchen auf der Terrasse lesen kann- der UHC Filter ist da und wartet in seinem weißen Plastikkästchen darauf, getestet zu werden.
    Die Stadt leuchtet hell. Sterne schwächer als 4mag sind ohne Hilfsmittel nicht zu sehen (Mondlicht). Der Himmel ist klar und die Luft ist etwas feucht. Standort 50.08N 8,028 O.
    Der Filter liegt schwer in der Hand- fast wie eine Scheibe aus Metall und spiegelt das einfallende Licht. Gegen das Fenster gehalten sieht durch den Filter alles blaugrün aus. Wenn man den Filter etwas schräg hält wird die Durchsicht knalllila noch stärker verkantet verliert das Gesehene seine ungewöhnlichen Farben wieder. Der Filter läßt sich problemlos in LV-Okulare einschrauben.
    Also ans Teleskop damit! Ich beobachte mit einem 7" Mak- Newton. Zunächst M57(Ringnebel i. d. Leier). Ohne UHC das mir bereits bekannte diffuse Ringelchen (flying Dougnut) mit 262fach schön groß. Mit UHC sehr viel deutlicher! (Man bedenke den hellen Himmel und die Stadtbeleuchtung.) M57 ist nicht spürbar dunkler geworden- aber der Kontrast!!! Das Loch in der Mitte-schwarz, M57 zerfällt in eine Doppelringstruktur - bei indirektem Sehen werden sogar etwas Strukturen sichtbar- habe M57 so noch nicht gesehen! Bedaure den hellen Himmel. Na warte- Neumond kann kommen! Sterne in der Nähe zu M57 bleiben schön scharf und helfen beim fokussieren. Nächstes Objekt völlig anderer Art Epsilon Lyrae: Ohne UHC ab 126fach E1 und E2 zu trennen- mit UHC mit bereits 87,5 fach weil Beugungsringe fehlen und sehr scharfe punktförmige Sternchen abgebildet werden! Also das UHC Filter tut auch bei der Doppelsterntrennung seinen Dienst. Letzter Versuch an Saturn: Ohne UHC -schön mit Cassiniteilung der bekannten dicken Bauchbinde und drei der kleineren Möndchen (wo war Titan?). Mit UHC - scheusslich! ein blaugrün verwaschener Saturn ohne Cassiniteilung und ohne Wolkenband! Ich habe keine Ahnung was ich erwartet habe- habs halt mal versucht... Also für Planeten is nix!
    Wäre ja auch bei Nachdenken nichts anderes zu erwarten gewesen- was soll ein O III und H beta , H alfa- Filter am Planeten bringen??
    Fazit: Super Sache das mit dem Astronomik UHC- jetzt geh ich auch auf deep- sky- Jagd.
    Sternklare Nächte
    Berthold "


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  • First Light UHC, Michael Leckel, 10.09.2000, aus www.astronomie.de
    "Hallo Boardteilnehmer,
    also in dem Päckchen mit dem UHC muß doch Schönwetter mit einem gewissen Verzögerungseffekt beigepackt gewesen sein, denn pünktlich zum Wochenende breitete sich über dem Eckchen Deutschlands, wo ich beheimatet bin, dunkelblauer Himmel aus. Die einzig vorhandenen Wölkchen hockten über den Kühltürmen des nahen Kernkraftwerks.
    Zunächst habe ich die erste Nachthälfte etwas ziellos in meinem Garten herumgespechtelt, dann gegen eins, bin ich zu meinem üblichen Plätzchen im Odenwald am Rande der Rheinebene aufgebrochen, im Gepäck das 30x77 Miyauchi und der 12,5" Heavily-Modified- ehemals-Discovery-Dobs.
    Nachdem ich angekommen war und den ganzen Zores ausgeladen und aufgebaut hatte, verschwand auch der alte Lichtverschmutzer pünktlich hinter dem nächsten Hügel und eine halbe Stunde später wurde die Milchstraße überkopf in ihrer ganzen Pracht sichtbar.
    Ich muß gestehen, daß ich nun nicht erst mal eine Viertelstunde mit pinseliger Grenzgrößenbestimmung verbracht habe, aber in es war sicher eine für diese Lage optimale Nacht. Nach Osten und Südosten wie im Zenit waren es allemal 6mag, nur nach Südwesten und Westen machten sich die Lichtglocken der Ballungsgebiete des Rheinneckarraumes störend bemerkbar.
    Zunächst wurden UHC- halber M57 und M27 ins Visier genommen, die beide bereits etwas in der lichtverschmutzten (und durch den Mond immer noch zusätzlich leicht aufgehellten) Himmelsgegend lagen. Am Ringnebel zeigte der Filter keinen sonderlichen Effekt, umsomehr aber am Hantelnebel. Wo zuvor ein hellgrauer verwaschener Fleck auf dunkelgrauem Untergrund war, wurde das Objekt so sichtbar, wie ich es ohne Filter unter optimalen Bedingungen kenne: In der typischen "Apfelbutzenform" mit den dennoch wahrnehmbaren äußeren Anteilen bzw. "Ohren".
    Aber gleich weiter zu den Objekten in Cygnus. Bis jetzt hatte ich bei meinen Versuchen, des Cirrusnebels habhaft zu werden, immer nur Teilerfolge erzielt. Nach einiger Sucherei konnte ich zwar den östlichen Bogen (NGC 6992) bereits im 10x40 eindeutig sichten, aber auch jetzt, mit dem Dobs und dem 31mm Nagler, blieb das Ganze eine konturlose, und man verzeihe mir den Ausdruck, "wurstförmige" Angelegenheit. Auch direkt bei 52 Cygni war "filterlos" etwas wahrzunehmen, was verdächtig nebelförmig aussah (es hätte jedenfalls ausgereicht, um das Objekt im Karkoschka als "gesichtet" abzuhaken). Also den UHC auf's 26mm Meade geschraubt (auch wenn das, was die Randschärfe angeht, sonst keine große Freude im Dobs macht), und geäugt: WOW! (NGC 6992), die ehedem kompakte "Wurst", löste sich in feine Nebelfasern auf, die weit ausgreifend abgefahren werden wollten, und das verdächtige Etwas bei 52 Cyg erzeugte sofort einen Wiedersehenseffekt, denn es sah haargenau so aus wie auf den üblichen Fotografien (sicher kennt jeder hier dieses übliche Bild mit dem strahlenden Stern im Vordergrund und dem Nebelstreifen, der daran "vorbeiweht"). Auch zwischen den beiden Bögen wurde jede Menge "Cirrus" sichtbar (gewählte Geister würden jetzt sagen: "Pickering's Triangular Wisp"), aber das Plössl mit seiner für das Objekt zu hohen Vergrößerung und dem vergleichsweise geringen FOV war dafür einfach nicht das Ideale.
    Es mag durchaus sein, daß hier ein OIII- Filter noch mehr herausholt, aber für mich ist nach diesem Anblick erst mal über kurz oder lang die Anschaffung der 2"-Version des UHC beschlossene Sache. Der Filter macht wenigstens in diesem Fall den Unterschied zwischen einem Objekt, das man als "bestätigt" abhakt und einer Region, der man sich stundenlang mit verschiedenen Vergrößerungen widmen kann.
    Als nächstes weiter zum Nordamerikanebel. Auch hier brachte der Filter etwas, aber durch das Plössl bedingt konnte man nur zwischen "Region mit Nebulosität" und "Region ohne Nebulosität" unterscheiden, sprich, der Gesamtnebel bekam kein "Gesicht", der Eindruck war wesentlich weniger imposant, als die netzartigen Strukturen des Zirrusnebels. Ich denke mal, den besten Eindruck wird man noch unter absolut dunklem Himmel im Feldstecher bekommen, und auch dann ist man noch weit von der Fotografie entfernt, da das verschwommene Leuchten des Emissionsnebels sich einfach nicht beeindruckend genug von der ebenfalls strahlenden Milchstraße in diesem Gebiet abhebt.
    Gegen Morgen war der Rosettennebel im Mon genügend emporgestiegen, um ihn mit und ohne Filter unter die Lupe zu nehmen, und auch hier machte dieses Teil den Unterschied zwischen einem "Rosettensternhaufen" (wie ich ihn selbst in den Alpen mit einem Sechszöller bis jetzt nur wahrgenommen hatte), und einem der Paradestücke des Winterhimmels. Auch hier wurde schnell der Wunsch nach der Zweizollversion bemerkbar.
    Fazit zum UHC: Wohlgemerkt, ich kenne weder OIII- Filter noch die Produkte anderer Hersteller. Deswegen soll das, was ich hier schreibe, nicht als Vergleichstest gesehen werden, sondern lediglich als Erfahrungsbericht, wie es einem bisherigen "Nacktbeobachter" nach Filtereinsatz ergeht. Das, was ich aber gestern gesehen habe, war schon beeindruckend. Objekte, die man mühsam suchen muß bzw. die, wenn man sie dann gefunden hat, nach nichts aussehen, werden mit Filter wirklich interessant - siehe Cirrusnebel. Bei ausgedehnten Planetarischen Nebeln (Beispiel M27) kann der UHC gezielt die Hintergrundhelligkeit wegdrücken und der Darstellung auf die Sprünge helfen, das Objekt kommt allerdings ohne Filter genauso gut bzw. noch etwas besser, wenn man das Glück besitzt, unter einem wirklich tiefdunklen Himmel beobachten zu können. Bei vergleichsweise kleinen PNs (Ringnebel, Cat's Eye Nebula, Saturnnebel) kann man wegen der hohen Flächenhelligkeit die Vergrößerung so hochfahren, daß der Nebel auch ohne Filter gut sichtbar ist. Hier ist der UHF eher unnötig. Bei anderen Nebeln (Orionnebel, NGC 1931 in Aur) bringt der UHC wegen seiner Selektivität natürlich nichts bzw. schadet sogar, ist also keine "Allzweckwaffe", aber jedenfalls würde ich statt der Anschaffung des zehnten Okulars in Serie eher zum UHC raten.
    Natürlich gab's bis morgens früh um fünf noch mehr zu sehen, aber nachdem ich nicht weiß, wieviel Platz hier für ein Einzelposting zur Verfügung steht, will ich's kurz machen. Nur noch ein "Schmankerl": Nachdem der Himmel um vier Uhr morgens wirklich sein Optimum erreicht hatte, habe ich mir spaßeshalber ein sonst eher langweiliges "Standardobjekt", nämlich M33 unter die Lupe genommen. Ich war ziemlich überrascht, als nicht wie sonst, ein ausgedehnter verwaschener Fleck sichtbar wurde, sondern die Galaxie, ähnlich der Darstellung im "Night Sky Observer's Guide", Konturen annahm und angedeutet Spiralstruktur mit einzelnen HII- Regionen (besonders erwähnenswert NGC 604) zeigte! (Natürlich ohne Filtereinsatz, um keinen Anlaß zu Mißverständnissen zu geben). Daraufhin schnell zu M31 geschwenkt, und auch dieses altbekannte Objekt zeigte sich wie sonst noch nie: Mit direkt sichtbarem Staubband, hell leuchtender Kernregion und einer so weiten Ausdehnung, daß sie selbst im Miyauchi noch auf beiden Seiten abgeschnitten wurde. Es ist also sicherlich eine der besten Nächte des Jahres gewesen, was dem UHC natürlich gute Startbedingungen verschaffte.
    Soviel zunächst zur Befriedigung der allgemeinen Wißbegierde, ansonsten werde ich mich mal dransetzen, diesen Entwurf in den nächsten Tagen auszuarbeiten und um sämtliche sonstigen noch gesehenen Objekte (M1, M35, M74, M77, NGC 281, NGC 404, NGC 891, NGC 1535, NGC 1647, NGC 2174, NGC 2301, IC 1396 und natürlich Jupiter und Saturn) zu ergänzen und auf meine HP zu verfrachten (Link folgt dann noch). Ach, apropos, dies unter Bezugnahme auf meinen Beitrag in der Rubrik "Anfängerteleskope": Alle Objekte natürlich original mit Telrad handgeschubst, ohne jegliche "unerlaubte Hilfsmittel" gesucht und gefunden ;-)
    Clear skies, Michael"


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  • Titel der Nachricht: Re: UHC-Lumicon/Astronomik, N.N., 2001, aus www.astronomie.de
    "Hallo Norbert!
    Ich kann wie gesagt nur meinen Eindruck vermitteln, da ich keinen Vergleich zu Lumicon und O III -Filter habe. Beobachtet habe ich M57 ,M27 und natürlich den Orionnebel. Das beste Resultat hat man mit einer größeren Öffnung (leider),da das UHC natürlich auch etwas Licht des zu beobachtenden PN´s wegnimmt. Beobachter mit unobstruierten Optiken unter 3 Zoll können dann etwas enttäuscht sein, daß die Objekte der Begierde etwas sehr dunkel sind. Mit Optiken über 6 Zoll haut´s dann den stärksten Eskimo vom Schlitten: M57 als Doppelring-plastisch vor schwarzem Hintergrund, der auch noch feine Nadelpunktsterne zum Fokussieren stehen läßt, Hantelnebel mit Ohren wie aus dem Bilderbuch (nur ohne Farbe- versteht sich!)Und der Orion-Nebel gaaaaaa! feinste Nebelfilamente, schwarze Buchten, Bögen mit eingelagerten Sternen, filigrane Kunstwerke dessen Ansicht Dir das Wasser in die Augen treibt! Des weiteren setze ich den Filter etwas zweckentfremdet zum Trennen von Doppelsternen ein, weil er die Abbildung des Sterns im Teleskop auf ein feines Pünktchen reduziert. Galaxien senden Licht im gesamten Spektralbereich aus- werden also nicht besser- sondern schlechter. Kontakte doch einen Sternfreund in Deiner Nähe und schau mal durch einen UHC (so einer mit >8 zoll Dobs) auf M57-dann entscheide selbst.
    Sternklare Nächte."


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  • Titel der Nachricht: Nicht kirre machen lassen: UHC - Lumicon oder Astronomik?, Randolf., 2001, aus www.astronomie.de
    "Also, ich fand meinen alten Lumicon (ca. 4 Jahre alt) im direkten Vergleich mit einem relativ neuen (1Jahr jetzt??)Astronomik UHC so schlecht, daß ich ihn für ein paar Mark letzte Woche abgegeben habe. Sorry, kann an diesem US-Teil nix finden, was positiv wäre:
    Im Astronomik fokussieren die Sterne zu kleinen Pünktchen, der Lumicon ließ keine scharfen Sternabbildungen zu...war also schwer scharf zu stellen, der Okularfokus ändert sich ja durch den zusätzlichen Glasweg...
    Der Astronomik ist wesentlich heller, kommt wohl durch die hohe Transmission.
    Der Astronomik ist kontrastreicher, irgendwie kommen z.B. M17 oder M27 oder M57 deutlicher im Vergleich, kann an der weichen, empfindlichen Beschichtung des Lumicons liegen, die im Laufe der Zeit durch Abputzen der gelegentlichen Fingerabdrücke eindeutig gelitten hatte...in allen Rohren festgestellt: 93mm Refraktor, 150mm Newton, 10 Zoll Newton...(der "Deutsche" ist also wesentlich pflegeleichter..)
    Das Astronomik- Gewinde ist paßgenauer...keine Probleme an allen meinen Okularen...
    So!! Meine Meinung und Erfahrung zu dem Thema.. Das solls gewesen sein...
    Randolf."


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zuletzt geändert am 09. April 2002