Astronomik-Facts
Einige Anmerkungen und Antworten auf häufige Fragen zu unseren Filtern

  1. Filterart
    Unsere Filter sind dielektrische Interferenzfilter, die in einem modernen Verfahren hergestellt werden. Mit einer vergleichbaren Technik werden Hartmetall-Wendeschneidplatten beschichtet. Die Beschichtung bietet starken Schutz für das darunterliegende Glas.

  2. Reinigung
    Die Reinigung des Filters ist vollkommen unkritisch: Sofern die Hände vom Spiegelschleifen nicht mit Silizium-Carbid verunreinigt sind, gibt es kaum eine Chance die Filter zu verkratzen. Bei der Produktion werden die Filter mit einer leichten Seifenlauge gewaschen und hinterher mit einem Baumwolltuch gereinigt. Gute Erfahrungen haben wir auch mit Mikrofaser- Tüchern gemacht.

  3. Einsatzbereich
    Die größte Steigerung der Sichtbarkeit von Objekten bringt der UHC- Filter in Stadtrandlage (Himmel mit knapper Milchstraßensicht) bei 4-6" Öffnung und bei einem Öffnungsverhältnis von 1:5. Das Spektrum der Verwendbarkeit ist natürlich viel breiter. Ich habe selbst schon an einem 5cm "Gerät" oder unter 4mag Himmel Objekte gesehen, die ohne Filter unmöglich gewesen wären. Dessen ungeachtet "bringt´s" der Filter auch am 20" unter optimalen Bedingungen. Nach "unten" ist KO- Kriterium eher das Preis-Verhältnis von Filter zu Fernrohr ;-)

  4. Verwendung mit einem Zenitspiegel
    Die Problematik, die sich hinter dieser Frage verbirgt ist folgende: Wenn Sie eine optische Komponente mäßiger Qualität unmittelbar vor dem Brennpunkt einsetzen, sind die Verluste in der Abbildungsqualität gering, da nur ein winziger Teil der Komponente bei der Abbildung benutzt wird. Beispiel: An einem Gerät mit F 1:10 und einem Abstand von 20mm zur Brennebene wird nur ein 2mm großer Bereich zur Abbildung EINES PUNKTES benötigt. Wenn man jetzt aber einen Zenitspiegel oder einen Bino- Ansatz benutzt, wird der Abstand größer, vielleicht 150mm und nun wird ein 15mm großer Bereich benötigt. Bei den Astronomik Filtern sollte der für die Abbildung eines Punktes benutzte Bereich nicht größer als etwa 25mm sein, einer Verwendung vor dem Zenitspiegel oder Bino- Ansatz steht NICHTS im Wege.

  5. Streuung der Qualität
    Hier sind 2 Kriterien zu unterscheiden, zum einen die optische Qualität und zum anderen die Durchlaßkurve.
    a.) Die optische Qualität aller Filter wird auf der optischen Bank getestet. s werden nur Filter bester Abbildungsgüte ausgeliefert.  Bis heute gab es auch keine einzige Reklamation wegen mangelnder optischer Qualität. (2 oder 3 Reklamationen gab es nur weil sich Kunden erhofft haben mit einem kleinen Refraktor und UHC Objekte für 12Zöller beobachten zu können)
    b.) Die Durchlaßkurven variieren etwas von Durchgang zu Durchgang. Als Beispiel mag die OIII Linie dienen, hier hatten die von uns vermessenen Filter zwischen 97 und 99,5% Transmission. Die Variationen innerhalb eines Durchgangs sind so minimal, daß wir sie nicht feststellen können. Aus diesem Grund wird es für die Filter auch keine einzelnen gemessenen Prüfprotokolle geben, da der Aufwand im Verhältnis zum Nutzen viel zu hoch wäre und die Filter dadurch in jedem Fall teurer werden würden.

  6. Unterschiede zu anderen Fabrikaten
    Wir haben bei unseren Filtern auf die Folgenden Punkte geachtet, die uns bei anderen Fabrikaten negativ aufgefallen sind:

    1) Die optische Qualität des Filters (siehe 4a)

    2) Die Transmissionskurve ist optimiert für Öffnungsverhältnisse ab 1:4. Die Halbwertsbreite ist dadurch etwas größer, aber dafür kommt auch aus dem Randbereich der Optik Licht beim Beobachter an.

    3) Die dauerhafte Haltbarkeit der Filter.

    4) Das Filterglas ist zur Verringerung der unvermeidlichen internen Reflexe sehr dünn.

    Die obigen Aussagen gelten in der Regel auch für unsere zukünftige Projekte. Bei der Qualität werden wir keine Kompromisse machen.

    5) Alle Astronomik Filter werden aus dem gleichen feinoptisch-polierten Gläsern gefertigt. Aus diesem Grund haben alle Astronomik Filter die gleiche optische Dicke. Dies ist besonders bei der CCD Beobachtung wichtig, da Sie mit Astronomik Filtern nicht mit einer Verlagerung der Brennebene aufgrund unterschiedlicher optischer Dicken der verschiedenen Filter zu kämpen haben. Mit Astronomik Filtern entfällt das lästige Nach-Fokussieren.


zuletzt geändert am 31. Dezember 2003