Astronomik-Filterrad FR-03

Für den maximalen Komfort bei CCD- Beobachtungen ist ein Filterrad Voraussetzung: Beim Erstellen von Farbaufnahmen müssen Sie nicht mehr nach jeder Aufnahme zum Teleskop, sondern die Steuersoftware wechselt automatisch den Filter und belichtet so alle Farbkanäle ohne Ihr Zutun.

Das Filterrad wird von einem Schrittmotor angetrieben und über einen kleinen Mikrocontroller gesteuert. Es kann sowohl über die serielle Schnittstelle als auch über zwei Tasten (+1 Position & Reset) an der Box des Mikrocontrollers gesteuert werden. Eine Schnittstelle für SBIG CCD- Kameras ist ebenfalls vorhanden.

Wie alle meine Produkte ist auch das Filterrad komplett aus Aluminium und Messing gefertigt. Alle Schrauben sind aus rostfreiem Stahl. Alle Alu- Flächen sind schwarz eloxiert. Beim Design des Gehäuses wurde sehr großer Wert auf maximalen Schutz vor Streulicht gelegt.

Das Filterrad hat auf beiden Seiten ein großes Anschlussgewinde M48 x 0,75, damit auch beim Einsatz von sehr großen Chips das Filterrad keine Vignettetierung in Ihrem System verursacht.

Auf der Kameraseite gehört ein dreh- und klemmbarer Adapter auf T2 oder M42x1 zum Lieferumfang, mit dem Sie den Drehwinkel der Kamera relativ zum Filterrad einstellen können. Es sind ebenfalls vier Bohrungen vorhanden, um das FR-03 direkt auf SBIG Kameras aufschrauben zu können. Durch diese Montage sparen Sie ungefähr 6mm optischen Weg und können damit KB-Objektive mit Ihrer Kamera UND dem Filterrad verwenden.

Für die Teleskopseite biete ich Ihnen Adapter auf M42, T2, 1,25"- Steck und 2"-Steck. Fast jeder andere Anschluss ist als Sonderanfertigung machbar.

Das Filterrad hat eine optische Tiefe von 25mm und ist damit so flach, dass es auch an lichtstarken Geräten noch gut eingesetzt werden kann. Die Wandstärke der beiden Deckplatten beträgt volle 4mm. Dank dieser sehr massiven Bauweise können Sie das Filterrad auch vor großen und schweren Kameras (SBIG, Apogee, FLI) betreiben, ohne Probleme mit Verbiegungen des Gehäuses zu bekommen. Auf der anderen Seite resultiert aus der Bausweise ein Gewicht von fast 840g.

Das Filterrad unterstützt folgende Protokolle:

  • SBIG
  • OES
  • DFM
  • TrueTechnology
  • ...weitere Protokolle sind in Vorbereitung

Das Filterrad ist in drei verschiedenen Ausführungen erhältlich:

  • mit einem Filterträger mit 6 Positionen für 1,25" Filter
  • mit einem Filterträger mit 4 Positionen für 2" Filter
  • mit einem Filterträger mit 6 Positionen für ungefasste Filter mit 34mm freiem Durchlaß

Der Träger für die ungefassten 35mm Filter bietet einen großen Vorteil: Bei der Verwendung von sehr großen Chips (KAF-3200, Site etc.) bekommt man dank des großen freien Durchlasses keine Probleme mit Vignettetierung am Rand des Bildfeldes oder auf dem Chip des Autoguiders. Gleichzeitig sind im Rad aber noch 6 Filterpositionen möglich, so dass die Wahl nicht so stark eingeschränkt ist, wie beim 2" Filterträger, der nur vier Postionen hat. Der Träger kann auf Wunsch fertig bestückt mit ASTRONOMIK Filtern geliefert werden.

Der Wechsel zwischen den verschiedenen Trägern ist sehr einfach. Er sollte nicht nachts am Teleskop durchgeführt werden, aber am Schreibtisch ist es eine Sache von ein paar Minuten. Sie können also später gerne andere Träger nach kaufen, um das Filterrad flexibel einsetzen zu können.

Die Bilder auf der Seite zeigen den ersten Prototypen. Die Fertigung der ersten Serie läuft zur Zeit, und die Entwicklung der Software für den Microcontroller abgeschlossen. Die ersten Räder werden im Januar 2003 ausgeliefert.

Hier können Sie sich eine Zeichnung mit den Anschlußmaßen des Filterrades herunterladen (PDF, 78KB)


zuletzt geändert am 7. Januar 2003